Die Generalversammlung der FEK Fleischer-Einkauf Hannover/Göttingen eG fand am 20. Mai im Niedersachsenhof in Gieboldehausen statt.

 

Trotz des unwetterartigen Regens waren einige Mitglieder der Einladung gefolgt. Als Ehrengäste waren Herr Eckhard Henniges (Steuerberater der Fa. Concepta), Herr Martin Schulze (Verbandsprüfer des Genossenschaftsverbandes e.V.) sowie Herr Fritz Gempel (Gastredner) anwesend. Geschäftsführer Ansgar Nachtwey erläuterte die gesamtwirtschaftliche und geschäftliche Entwicklung im Berichtsjahr. Investiert wurde 2018 in erster Linie in EDV und Digitalisierung. Hier sei die Genossenschaft auf dem richtigen Weg – aber noch nicht am Ziel. Der Aufbau der regionalen Schweinefleischmarke über die Leinekrone GmbH hat begonnen und trägt erste Früchte. Ferner gab er bereits erste Einblicke in das Jahr 2019 – dieses starte mit steigenden Preisen für Schweinefleisch und erweist sich bereits jetzt als Herausforderung. Außerdem appelierte er, die neuen Trends im Bereich Regionalität, Tierwohl und Vermeidung von Verpackungsmüll aufzunehmen und diese voran zu bringen.

Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Heinz Koithahn verlas den Bericht des Aufsichtsrates und gab den Gewinnverwendungsvorschlag bekannt. Dieser sieht unter anderem die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 10% vor. Die Auszahlung soll zum 07. Juni 2019 erfolgen.

Nach den Formalitäten sprach Gastredner Fritz Gempel, Unternehmensberater und Wirtschaftsmediator, zu den Mitgliedern und Gästen. Er hielt einen Fachvortrag mit dem Titel "Fleischer verdienen mehr – so gewinnt das bäuerlich-handwerkliche System im Wettstreit gegen Globalisierung und Discount". Er beschrieb übergreifende und langfristige Lösungsansätze für Probleme im Fleischeralltag. Daraus resultierend beschrieb er nötige Veränderungen, Chanchen und Risiken. Im Bezug auf die Erhöhung der Schweinefleischpreise empfahl er den Fleischern, die Akzeptanz für Preiserhöhungen im eigenen Betrieb umzusetzen und offen mit den Angestellten und Kunden zu kommunizieren. Die Preisunterschiede zwischen industriell hergestellter Massenware im Supermarkt im Gegensatz zu handwerklich hergestellten Produkten sei erschreckend.

Besonders wichtig sei es, dass die handwerklichen Betriebe die Regionalität und Ihre Handwerkskunst sowie den persönlichen und fachkundigen Verkauf der selbst hergestellten  Produkte als Herausstellungsmerkmal bewerben. Die Konsumenten möchten wissen, woher ihr Fleisch kommt und wie die Produkte daraus hergestellt wurden. Ein offener und ehrlicher Dialog zwischen Fleischern und Konsumenten sei daher unerlässlich. Ein guter Ansatz sei es zudem, das Fleisch nicht im Discount einzukaufen. Besser sei es, auf verantwortungsvolle Fleischproduzenten – mit Konzepten wie dem Leinekrone Strohschwein – zu setzen.

Im Anschluss an die Versammlung konnten die Mitglieder beim gemeinsamen Abendessen noch diskutieren und sich austauschen. 

Impressionen der Generalversammlung:

  Herr Koithahn spricht auf der Generalversammlung Herr Nachtwey spricht auf der Generalversammlung Vorstandsprüfer Herr Schulze präsentiert Prüfungsergebnisse Gastredner Herr Gempel hält Fachvortrag Fachvortrag "Fleischer verdienen mehr" von Herrn Gempel